Coptodon zillii ist ein Vertreter der Tilapiainii, die seit der Überarbeitung durch Dunz und Schliewen in mehrere Gattungen aufgesplittert wurden. Die Gattungen mit den meisten Arten (der ehemaligen Sammelgattung Tilapia) sind Tilapia, Oreochromis und Coptodon.
Hier die Anlegestelle bei Luxor, an der wir öfters gefischt haben.
Seit 2013 habe ich 7 Sammelreisen nach 🇪🇬 Ägypten Unternommen, die zum Ziel hatten die unbeschriebenen Astatotilapia an verschiedenen Fundorten im Nil, zwischen südlich von Assuan bis im Norden bei Kairo zu fangen.
Coptodon zillii unter Wasser an ihrer Laichmulde.
Astatotilapia spec. unter Wasser bei Luxor.
Coptodon zillii dominantes Männchen.
Coptodon zillii Weibchen.
Meine Andrea und ich waren immer mit Schiff auf dem Nil unterwegs, eine Woche von Luxor nach Assuan und zurück und einma 14 Tage bis Kairo. An den Anlegestellen des Schiiffes, haben wir gezielt mit Reusen nach Astatotilapia gefischt.Neben den gewünschten Astatotilapia sind uns aber noch viele andere Fische in die Reusen und Netze gegangen.
Ich möchte hier über die Tilapiainii berichten. Vor allem an den Anlegestellen in Luxor und Assuan, konnte man die Fische sehr gut beobachten, da das Wasser sehr klar war. Hier Bilder über und unter Wasser. Vor allem Coptodon zillii bildet hier große Laichkolonien, eine Laichmulde neben der anderen, meist nur etwa 50 cm Abstand, was immer wieder zu Revierkämpfen führt.
Oreochromis niloticus Männchen.
Jungfische von Coptodon zillii.
Oreochromis niloticus dagegen bildet größere Reviere, was sie untereinander einhalten, 2 - 5 m, die Coptodon aber nicht interessiert, das nervt die Oreochromis, aber die Coptodon können gut dagegen halten. Da nicht überall am Ufer geeignete Stellen gibt, sind diese dicht besetzt, die Oreochromis niloticus weichen deswegen oft auch auf die Betontreppen an den Anlegestellen aus, die bis 4 m unter Wasser reichen. Dort bringt das Brutpaar an der Strömung abgewandtenden Seite Sand für ein Mulde. Zur richtigen Zeit sieht man sie dann ihre Jungfische führen, das Weibchen bei den Jungfischen, das Männchen im tieferen Wasser verteidigt großräumig gegen ander Cichliden oder Garras.
Die Astatotilapia bilden große Schulen im Freiwasser, revierbildende und stark eingefärbte Männchen am Boden, zwischen Steinen. Erwachsene zillii machen das nicht, nur Jungische bilden Schulen. Aber Oreochromis niloticus und Rubricatochromi letourneuxi bilden große Schulen außerhalb der Laichzeit.